De Medien | Pressestimmen


Wirtschaftsratmagazin / Oktober 2016


Ein Blogg über unsere Lesung im Aspria im Juni 2014


Buddha bei die Fische - zu Gast bei der NDR Quizshow


 

In dieser Ausgabe der NDR Quizshow wurde es sportlich. Anke Lütjens und Martina Grigoleit aus Hamburg stellten den fünf Kandidaten und Kandidatinnen aus dem Norden eine ganz spezielle Yogaübung vor. Welche Frage sich dahinter verbirgt, dies und vieles mehr erfuhren Sie am Sonntag in der NDR Quizshow - dem Ratespiel für den ganzen Norden.

 

Sonntag, 01. Juni 2014, 21:45 bis 22:30 Uhr und Sonntag, 08. Juni 2014, 01:20 bis 02:05 Uhr


KGS trifft..... - eine Doppelseite im KGS

Ausgabe März 2014

Das ganze Interview:

 

Sie sind bei­de Nord­lich­ter und lei­den­schaft­li­che Yo­ga­prak­ti­zie­ren­de und -leh­re­rin­nen: An­ke Lüt­jens und Mar­ti­na Gri­go­leit. In ih­rem Buch „Bud­d­ha bei die Fi­sche – Yo­ga für Nord­lich­ter“ ver­bin­den sie die Wei­te des Nor­dens mit der Weis­heit des Yo­ga und zei­gen: Al­les ist eins – ob es nun „Moin Moin“ oder „Na­mas­te“, „Son­nen­gruß“ oder „Nord­licht" heißt. Mo­ni­ka Knapp hat die Buch­au­to­rin­nen ge­trof­fen und mit ih­nen über ih­re Lie­bes­er­klä­rung an Yo­ga und ih­re nord­deut­sche Hei­mat ge­s­pro­chen

Was ist das Be­son­de­re an der nord­deut­schen Men­ta­lität, das Sie auf die Idee ge­bracht hat, Yo­ga spe­zi­ell für die­se Le­bens­form zu ad­ap­tie­ren?
Mar­ti­na Gri­go­leit: In al­ler­ers­ter Li­nie sind wir nord­deutsch und be­ken­nen­de Lo­kal­pa­trio­tin­nen. Wir lie­ben al­les, was hier ist ... das Wet­ter, die Men­schen ... Das Be­son­de­re an Nord­deutsch­land ist auch, dass es ein biss­chen sprö­de und tro­cken ist, ein biss­chen bol­le­rig und sehr di­rekt. Das sind wir und das mö­gen wir auch. Und das ha­ben wir ver­sucht in das Yo­gi­sche zu über­tra­gen be­zie­hungs­wei­se um­ge­kehrt Yo­ga in die­ses sprö­de Nord­deut­sche zu über­tra­gen. Da­bei ha­ben wir ent­deckt, dass die Un­ter­schie­de gar nicht so groß sind, son­dern dass sich viel­leicht nur die Aus­drucks­wei­se un­ter­sch­ei­det. Und das hat Sie dann im nächs­ten Schritt be­wo­gen, das Buch zu schrei­ben? M. G.: Das war ei­gent­lich to­tal un­spek­ta­ku­lär. Wir saßen in ei­nem Café und ha­ben dar­über ge­re­det, was wir ma­chen könn­ten. Wir sind ja bei­de Yo­gal­eh­re­rin­nen und wir woll­ten et­was ma­chen, das Sinn macht; und Yo­ga zu un­ter­rich­ten oder dar­über zu schrei­ben macht auf je­den Fall Sinn. Es soll­te auch Spaß brin­gen und ei­ne ge­wis­se Leich­tig­keit ha­ben. Das ist uns ganz wich­tig: dass das, was wir ma­chen – wie eben mit die­sem Buch­pro­jekt –, uns im­mer Spaß bringt. Mit dem Buch ist uns, wie wir fin­den, die­se Kom­bi­na­ti­on ge­lun­gen: Macht Sinn und macht Spaß. An­ke Lüt­jens: Ich emp­fin­de den nord­deut­schen er­di­gen Hu­mor und die nord­deut­sche Le­bens­weis­heit als äußerst spi­ri­tu­ell. Un­ser Yo­gal­eh­rer Fie­te, den wir er­fun­den ha­ben und der mit sei­nen Weis­hei­ten die Yo­gaübun­gen im Buch be­g­lei­tet, ist ja ei­ner, der täg­lich am Ha­fen sitzt, Eb­be und Flut be­ob­ach­tet und sei­ne Fi­sche in die Kis­ten packt. Ich bin in Nien­dorf an der Ost­see auf­ge­wach­sen und hat­te dort im­mer den Ha­fen vor Au­gen. Wenn die Fi­scher Si­tua­tio­nen kom­men­tie­ren, die man selbst als dra­ma­tisch emp­fin­det, dann fin­de ich sie in ih­rer Ge­las­sen­heit sehr spi­ri­tu­ell – und das ist dem Yo­ga so nah. Das trans­por­tiert Ihr Buch: Die nord­deut­sche Hal­tung ist yo­gisch. Bei­de: Ja! A. L.: In­di­en und Nord­deutsch­land sind zwar sehr un­ter­schied­lich – In­di­en ist gelb und tro­cken und Nord­deutsch­land ist blau und kalt, in In­di­en ist al­les ver­schnör­kelt und hier ist al­les ge­ra­de, wie zum Bei­spiel der Ho­ri­zont – aber es er­gänzt sich. Ist Yo­ga auch ei­ne Mög­lich­keit, sich die Schät­ze Nord­deutsch­lands noch mal neu zu er­schließen? M. G.: Nein, ich glau­be nicht. Das sind für mich zwei un­ter­schied­li­che Din­ge. In Ham­burg ha­be ich mei­ne Wur­zeln, das ist mei­ne Hei­mat, hier gehö­re ich hin, von hier aus kann ich mich auch im­mer wie­der wo­an­ders hin­be­ge­ben. Yo­ga ist ein Zu­hau­se, das un­ab­hän­gig da­von ist. Das Zu­hau­se im Yo­ga ist in mei­nem Her­zen und das kann ich ü­be­r­all mit hin­neh­men. Wenn ich das Yo­ga­wis­sen in letz­ter Kon­se­quenz le­ben wür­de, wä­re Ham­burg ei­gent­lich gar nicht mehr so wich­tig. Dann könn­te ich auch in Ma­lipur­am oder Phit­sa­nu­lok, al­so In­di­en oder Thai­land, le­ben. Sind Sie bei­de sehr un­ter­schied­lich im Na­tu­rell? A. L.: Mar­ti­na ist rot und ich bin blau. (bei­de la­chen) M. G.: In den vie­len Stun­den, die wir wäh­rend der Ent­s­te­hung des Bu­ches zu­sam­men ver­bracht ha­ben, ha­ben wir fest­ge­stellt, dass sich vie­le Din­ge su­per er­gän­zen. Auf der Ar­beits­e­be­ne sind wir recht un­ter­schied­lich, aber es passt sehr gut zu­sam­men und greift in­ein­an­der wie ein Zahn­rad. Und auf der pri­va­ten Ebe­ne ha­ben wir sehr vie­le Ge­mein­sam­kei­ten und fin­den ähn­li­che Din­ge wich­tig. A. L.: Ja, wir ha­ben sehr ähn­li­che Wer­te. Dar­über müs­sen wir uns auch grund­sätz­lich gar nicht mehr aus­tau­schen. Und wenn es doch mal ein biss­chen knirscht, wis­sen wir da­mit um­zu­ge­hen. Wir sind ge­tra­gen von dem, was wir tei­len. Wie hat denn die Yo­ga­pra­xis Ihr Le­ben ver­än­dert? M. G.: Kom­plett! Auf der kör­per­li­chen Ebe­ne hat Yo­ga bei mir ei­gent­lich al­les heil ge­macht. Ich hat­te mal ei­nen schlim­men Band­sch­ei­ben­vor­fall und ich kann heu­te wie­der al­les ma­chen bis hin zur ex­trems­ten Rück­beu­ge. Ich ha­be das Ge­fühl, je äl­ter ich wer­de, um­so ge­sün­der wer­de ich. Aber was Yo­ga tatsäch­lich noch viel mehr ver­än­dert, ist die Psy­che. Wir sind bei­de auch sehr ak­tiv bei der von Sri Sri Ra­vi Shan­kar ge­grün­de­ten Or­ga­ni­sa­ti­on „Die Kunst des Le­bens“ und da geht es sehr stark um men­ta­le As­pek­te, zum Bei­spiel im Um­gang mit Stress. Dar­auf gibt die Yo­ga­pra­xis ge­zielt Ant­wor­ten, die auch sehr ein­fach ver­mit­telt wer­den. Für mich ist das Le­ben leich­ter und bun­ter ge­wor­den. Ich glau­be, man nimmt sich auch mit der Zeit nicht mehr ganz so wich­tig. Das Ge­s­amt­bild ist für mich größer ge­wor­den und da­durch wer­den Din­ge in ein an­de­res Licht gerückt. A. L.: Ich er­in­ne­re mich gut dar­an, in der Zeit, be­vor ich die Yo­gal­eh­rer­aus­bil­dung an­ge­fan­gen ha­be, war ich manch­mal ganz ver­zwei­felt, weil ich mir im­mer wie­der die Fra­ge ge­stellt ha­be, war­um bin ich über­haupt hier! Erst neu­lich ist mir auf­ge­fal­len ... das ist jetzt sie­ben Jah­re her, stimmt’s? ..., ich ha­be die­ses The­ma gar nicht mehr, die­ses Ge­fühl, an der fal­schen Adres­se zu sein. Yo­ga hat mich ins Le­ben ge­bracht und ist für mich auch im­mer ein Rah­men für ge­leb­tes Le­ben. Die The­ma­ti­ken, mit de­nen man sich aus­ein­an­der­set­zen muss, kom­men ja aus dem All­täg­li­chen, aus dem Job, Be­zie­hun­gen, Freund­schaf­ten und so wei­ter. Für mich ist wich­tig, dass Yo­ga nichts ist, was sich aus dem Le­ben zu­rück­zieht, und dass ich nur noch in der Höh­le sit­ze. Es ver­langt ei­ne ge­wis­se Dis­zi­plin, täg­lich Yo­ga zu prak­ti­zie­ren. A. L.: Ich ma­che zwar nicht je­den Tag Yo­ga-Kör­perübun­gen, aber ich prak­ti­zie­re täg­lich ei­ne be­stimm­te Ate­mübung, die ich bei „Die Kunst des Le­bens“ ge­lernt ha­be. Ja, es er­for­dert Dis­zi­plin – aber ich sa­ge da­zu lie­ber: be­harr­li­ches Ü­ben. Ich ma­che das jetzt seit vier Jah­ren und ste­he dafür ei­ne Stun­de früher auf. Und ich spü­re so sehr die po­si­ti­ve Aus­wir­kung, dass es kei­ne Dis­zi­plin mehr ist, son­dern ich freue mich dar­auf, weil ich weiß, ich tue mir et­was Gu­tes. M. G.: Im Yo­ga­su­tra des Pan­tan­ja­li heißt es, dass Yo­ga Dis­zi­plin er­for­dert, aber dass man durch die­se Dis­zi­plin auch ei­ne große Frei­heit er­reicht. Durch die Dis­zi­plin des Zäh­ne­put­zens er­rei­che ich Frei­heit von Zahn­sch­mer­zen. Und durch Yo­ga­dis­zi­plin kann ich sehr viel Frei­heit von Lei­den er­rei­chen. A. L.: Ja, auch geis­ti­ge Frei­heit. Ich muss nicht mehr an be­stimm­ten Vor­fäl­len ewig hän­gen, ob es nun ei­ne schlech­te Nacht war oder ein bö­ser Traum. Ich kann die Ta­fel im­mer wie­der ab­wi­schen und dann frisch in den Tag star­ten. Das gibt mir Leich­tig­keit und Frei­heit. Der Weg ist na­tür­lich nie zu En­de. M. G.: Oder um es nord­deutsch aus­zu­drü­cken: Wat mutt, dat mutt – und wei­ter­ma­chen. Sind wei­te­re ge­mein­sa­me Pro­jek­te in Pla­nung? A. L.: Wir pla­nen zum Bei­spiel für die­ses Jahr ei­ne Le­se­tour durch Ham­burg. M. G.: Und ein zwei­tes Buch, ei­ne Fort­füh­rung von „Bud­d­ha bei die Fi­sche“, ist ge­ra­de im Ent­s­te­hen ... A. L.: ... es ist schon fer­tig! M. G.: Ja, es ist fer­tig. Mehr möch­ten wir aber noch nicht sa­gen. A. L.: Wir kön­nen ja schon mal sa­gen: Im zwei­ten Band be­kommt Fie­te Be­such aus In­di­en.

Buch­tipp
MAR­TI­NA GRI­GO­LEIT und AN­KE LÜT­JENS: Bud­d­ha bei die Fi­sche. Yo­ga für Nord­lich­ter • Schü­ne­mann 2013, geb., 48 Sei­ten, mit Il­lus­tra­tio­nen von Mar­ti­na Gri­go­leit, 9,90 Eu­ro
Yo­ga­kurs
Af­ter­work Yo­ga • mon­tags, 20-21.30 Uhr • Teil­neh­mer­bei­trag: ein­zeln 12 Eu­ro, 10er-Kar­te 100 Eu­ro, 5er-Kar­te 50 Eu­ro • Ort: Yo­ga­zen­trum Die Kunst des Le­bens e. V., Edu­ard­straße 46 (Hin­ter­hof), na­he Bhf. Emi­li­en­straße • • • Wei­te­re In­for­ma­tio­nen über Ter­mi­ne und Pro­jek­te: www.bud­d­ha-bei-die-fi­sche.org

Fo­to: An­ke Lüt­jens, Fie­te, Mar­ti­na Gri­go­leit (v. l. n. r.), Fo­to­graf: Det Kemp­ke

GeoSaison

klein, aber fein :-)

März 2014


Yoga für Nordlichter - eine Doppelseite im "Landgang".

Ausgabe November/Dezember

Klicke hier, um das Bild größer zu sehen.


Buchempfehlung beim KGS | September 2013


Logbuch - Buchladen in Bremen

Neu im Handel: Mit »BUDDHA BEI DIE FISCHE - Yoga für Nordlichter« von Anke Lütjens & Martina Grigoleit legt der Bremer Schünemann Verlag nicht nur ein ausgesprochen informatives sondern ebenso schön gestaltetes Buch zum Thema Yoga an Strand, Deich und Marschland vor (Hardcover, 48 Seiten, 9,90 €). Irgendwie cool.

 

Logbuch - Konsul-Smidt-Str. 8 Q - 28217 Bremen

www.logbuchladen.shop-asp.de

 

 





Danke dem Weser Kurier für dieses Interview.



Delme Report | 6. März 2013